StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt

Fortbildung 2022/23

Noch wenige Plätze frei: Anmeldung bis 15. März 22 möglich!

StoP ist ein nachbarschaftsbezogenes Handlungsmodell zur Prävention und Intervention bei häuslicher Gewalt. Der StoP-Ansatz kombiniert erstmalig theoretisches und praktisches Wissen aus den Bereichen der Arbeit gegen die Gewalt an Frauen und der sozialraumorientierten Arbeit. Er bewegt sich inhaltlich und methodisch im Schnittfeld von emanzipatorischer, gewaltpräventiver Arbeit, Förderung von Zivilcourage und Empowerment, Gruppen-, Netzwerk und Nachbarschaftsarbeit. (…)

Hintergrund: Gewalt gegen Frauen kommt alltäglich vor. Jede vierte Frau ist/war in ihrer (Partnerschaft) davon betroffen, jeden dritten Tag wird dabei eine Frau getötet. Diese Gewalt ist keine „Frauenfrage“, sondern ein Thema der ganzen Gesellschaft. Sie verletzt Grund- und Menschenrechte, sie zerstört Leben, Gesundheit, ökonomische Existenzen, familiäre und soziale Beziehungen. Viele Betroffene sprechen nicht darüber, finden nicht den Weg ins Hilfesystem. (…) Hier setzt das StoP-Konzept mit einem achtstufigen Handlungsmodell an. Aufgezeigt werden Wege zur lokalen Öffentlichkeitsarbeit, Aktivierung zivilgesellschaftlichen Engagements und zum Aufbau lokaler sozialer Netzwerke. Fachliche Grundlage von StoP ist Gemeinwesenarbeit, ein in der Sozialen Arbeit grundlegendes sozialraumorientiertes, partizipatorisches Handlungskonzept.

In dieser Fortbildung lernen Sie, wie das Engagement und das Handlungswissen von lokalen Akteur*innen (Multiplikator*innen, Nachbar*innen) und Gewaltbetroffenen ermutigt und systematisch ausgebildet werden kann.

Zielgruppe der Fortbildung sind Mitarbeiter*innen aus Einrichtungen, zu deren Arbeit der „StoP“-Ansatz passt und dort mittel- oder langfristig integriert werden könnte. Dazu gehören z.B. Elternschulen, Kinder- und Familienzentren, Stadtteil- und Community Center, Nachbarschaftsheime, Bürger- oder Mehrgenerationenhäuser, Jugendzentren, Quartiersbüros. Eine weitere Zielgruppe sind Mitarbeiter*innen aus dem Gewaltschutzbereich, dem Gleichstellungbereich und der Quartiersarbeit.

Termine Vier Module und Teilnahme an einer selbst organisierten Intervisionsgruppe (6 Std.) und der Durchführung von Eigenarbeiten (30 Std.) in 2022 + 2023 (siehe Modulplan im Pdf)

Veranstalterin Die Fortbildung wird im und in Kooperation mit dem Internationalen Bildungszentrum dock europe e.V. Hamburg durchgeführt

Auskünfte, Fragen und Anmeldung:

Tel: +49 40 806 092 21
anmeldung@dock-europe.net